Robert Allenstein mischt Braunschweiger Steeldart-Szene auf

Seit dem 11.03.2019 ist Robert Allenstein offiziell Braunschweiger und mischt die Braunschweiger Steeldarts-Szene gehörig auf. So auch am vergangenen Samstag, als sich der heute 28-jährige sowohl beim Landsknecht Cash-Dart-Cup der Lutterwoelfe, als auch beim Einladungsturnier der Red Lions zum Sieger krönte.

„Ja, die Konzentration lässt schon etwas nach …“

Das Turnier der Lutterwoelfe begann am Samstagvormittag mit 16 Teilnehmern. Aufgeteilt in zwei Gruppen wurden die jeweils vier Besten ermittelt. Anschließend ging es im Doppel-k. o. weiter bis ins Finale. In diesem standen sich Robert Allenstein und Claus Shorty Capellmann gegenüber. Am Ende setzte sich Allenstein glatt mit 3:0 durch.

Direkt nach Turnierende machte sich der Sieger auf den Weg zurück nach Braunschweig um dem Einladungsturnier der Red Lions beizuwohnen. Es sollte also ein anstrengender Tag werden, bei dem die Konzentration auch irgendwann eine Rolle spielt: “Ja, die Konzentration lässt schon etwas nach, aber bei dem ganzen Spaß merkt man das gar nicht so sehr”, gibt „Robby“ schmunzelnd zu.

Robert Allenstein (li.) mit Mit-Organisator Marcus Pilz

Trotz Tripple-k. o.-Modus verlor er auf dem Weg ins Finale kein einziges Spiel. Sein Gegenüber, Michael The Judge Richter, hätte somit zwei Mal gewinnen müssen um Allenstein den Titel streitig zu machen und fast wäre es auch passiert: Richter entschied den ersten Satz mit 3:1 zu seinen Gunsten, musste sich im Zweiten allerdings im Decider geschlagen geben und Allenstein den Vorzug lassen. Am Ende eines langen Tages war allem Anschein nach also noch genug Konzentration übrig um sich auch den zweiten Turniersieg binnen weniger Stunden zu sichern. 

Insgesamt nahm der gebürtige Hamburger in den vergangenen Wochen an sechs Turnieren im Braunschweiger Bezirk teil und konnte diese auch allesamt für sich entscheiden. „Es hat auf allen Turnieren Spaß gemacht und es waren klasse und enge Spiele dabei“, so Allenstein, der nach eigener Aussage relativ wenig trainiert und daher die Turniere nutzt um im Rhythmus zu bleiben.

Auch wenn der Neu-Braunschweiger, der unter anderem schon gegen Rob Cross auf der Bühne stand, bisher alle Turniere gewinnen konnte, bezeichnet er das Niveau der Braunschweiger Dart-Szene als „stark“, denn „ich hatte schon einige enge Spiele, besonders zu erwähnen ist Sven Herre, da ich gegen ihn bei den Bulldogs und beim Heiermann bei den Koalas im Finale gespielt habe“.

„… habe zurzeit nicht vor den Verein zu verlassen“

Trotz der Verlegung des Lebensmittelpunktes in die Löwenstadt, möchte Robert Allenstein auch weiterhin für Vegesack Bremen in der Bundesliga Nord auf die Jagd nach Punkten gehen: „Ich spiele seit 2015 bei Vegesack Bremen und habe zurzeit nicht vor den Verein zu verlassen“. Mit dem Team aus der Hansestadt hat er in dieser Saison großes vor, denn „ich möchte den Deutschen Meistertitel verteidigen“.

Zumindest im Steeldart bleibt Bremen also auch in der kommenden Spielzeit seine sportliche Heimat. In Sachen E-Dart ändert sich aber dennoch was. So wechselt der mehrfache Deutsche Meister zur Saison 2019/2020 vom amtierenden Meister, den Wanderers aus Nortorf, zu den Alfelder Löwen.

Neben seiner Teilnahme an den Team-Wettbewerben im Steel- und E-Dart, wird Allenstein auch weiterhin versuchen als Einzelspieler Erfolge zu erzielen. Die nächste große Chance dazu folgt am 28.03.2019 in Hildesheim. „Ich werde versuchen mich für dieses Event zu qualifizieren“. Die Rede ist von der 10. Auflage der German Darts Championship, an der unter anderem auch die Nummer Eins der Welt, Michael van Gerwen, teilnehmen wird. Der GDC findet vom 29. bis zum 31. März in der „Halle 39“ in Hildesheim statt.

Neben „Mighty Mike“ sind auch weitere Top-Spieler wie Peter Wright, Adrian Lewis und James Wade in der Hauptrunde gesetzt, die ihren Lebensunterhalt mit dem Dartsport finanzieren. Auch Allenstein träumt davon, aber „vom Dartspielen zu leben ist gar nicht so einfach, aber es ist sicher das größte Ziel, wenn man diesen Sport liebt“. Vielleicht macht er ja schon am Ende des Monats einen weiteren Schritt in die Richtung sein Hobby zum Beruf zu machen.

Fotos: Detlev Keller und Facebook: Red Lions ’17 & Freunde