Alex Tschendel gewinnt spontanes Steeldarts Tournement

Am vergangenen Samstag veranstalteten die 26 Magic Darts ein spontanes Steeldarts Tournement. Das auf 24 Startplätze begrenzte Turnier war nur eine Woche vor Beginn angesetzt worden und stieß auf großes Interesse, sodass das Teilnehmerfeld schnell feststand. “Wir haben schon nicht schlecht geguckt, wer sich da so alles angemeldet hat”, gab Miles Wolf vom Veranstalter zu. Und in der Tat fand man schon auf den ersten Blick einige Spieler, denen man einen Turniersieg auf Anhieb zugetraut hätte.

Alle Teilnehmenden sollten auf ihre Kosten kommen, deshalb wurden zunächst vier Gruppen mit je sechs Spielern ausgelost. Die besten Vier jeder Gruppe sollten sich im Anschluss der Gruppenphase für die 16er K.o.-Runde qualifizieren. Der Modus war: 501 – straight in, double out – Best-of-Five (Gruppenphase)/Best-of-Seven (Viertel- und Achtelfinale)/Best-of-Nine (Halbfinale und Finale).

Gruppe 1   Gruppe 2   Gruppe 3   Gruppe 4
Alex Müller   Sören Düvel   Niklas Habekost   Stephan Habekost
Michael Demetrio   Michel Sommer   Lukas Gunkel   Tanja Staniecki
Simon Altendorf   Marius Fehse   Dennis Günther   Miles Wolf
Enrico Friedrichs   Michael Richter   Gerrit Geffers   Alex Tschendel
Lukas Scholtyssek   Bernd Dröse   Tim Richter   Meik Dankers
Carsten Langheim   Sven Ehlers   Eugen Stober   Philipp Habekost

Mit fünf Siegen dominierte der Favorit, Carsten Langheim (VfL Wolfsburg), die Gruppe 1. Auf dem Weg zu Platz 1 musste Carsten zwei mal in den Decider, behielt aber die Nerven und setzte sich am Ende souverän durch. Bis auf die klare 0:3-Niederlage gegen Carsten, spielte Enrico Friedrichs (VfL Wolfsburg) eine saubere Gruppenphase und gab insgesamt nur fünf Legs ab, sodass Platz 2 absolut verdient war. Die Plätze 3 und 4 versprachen Spannung, denn ein einziger Sieg hat über Weiterkommen oder Ausscheiden entschieden. Am Ende aber sicherten sich Simon Altendorf (26 Magic Darts) als vierter und Lukas Scholtyssek (DC Geyer Gieboldehausen) als dritter die Startplätze im Achtelfinale. Michael Demetrio (Vereinslos) und Alexander Müller (26 Magic Darts) mussten sich frühzeitig verabschieden

Die Gruppe 2, oder auch Hammer-Gruppe genannt, versprach nicht zu viel. In sieben Spielen wurde der Gewinner erst im entscheidenen fünften Leg gefunden. Auch das ist ein Zeichen der Qualität der Gruppe 2. Nach dem er fünf Spiele gewonnen hatte, sicherte sich Bernd Dröse (DC Geyer Gieboldehausen) den Platz an der Sonne. Marius Fehse (DC Iron Oaks Saalsdorf) war, zumindest Ligatechnisch (Kreisklasse 1), der schwächste Spieler der Gruppe, setzte sich aber als Tabellenzweiter durch. Mit zwei Siegen und einem Legverhältnis von 11:11 erspielte sich Michael Richter (DC Koala) den dritten Rang noch vor Michel Sommer (DC Geyer Gieboldehausen), der ebenfalls zwei Siege einfuhr, aber nur ein Legverhältnis von 9 : 12 aufweisen konnte. Sören Düvel (DC Gamsen) gewann auch zwei Spiele, verabschiedete sich allerdings mit einem Legverhältnis von 9:13 und dem fünften Platz aus dem Turnier. Etwas überraschend verlor Sven Ehlers (DC Red Lions) vier der fünf Spiele und landete am Ende nur auf dem sechsten Platz.

Dennis Günther (DC Lumberjacks) wurde seiner Favoritenrolle in der Gruppe 3 gerecht, gewann alle fünf Spiele und gab dabei nur zwei Legs ab. Auf dem zweiten Platz landete Eugen Stober (26 Magic Darts), der sich nur Dennis Günther mit 1:3 geschlagen geben musste, ansonsten aber recht souverän durch die Gruppe kam. Lukas Gunkel (DC Red Lions) hatte am Ende der Gruppenphase zwar ein negatives Legverhältnis von 9:10, gewann aber dennoch drei der fünf Spiele und sicherte sich somit Platz 3. Zwei Siege und ein Legverhältnis von 9:11 reichten Gerrit Geffers (DC Koala) um sich den vierten Platz in der Gruppe 3 und somit einen Startplatz im Achtelfinale zu sichern. Von Niklas Habekost (26 Magic Darts) und Tim Richter (DC Pirates Bortfeld) musste man sich nach der Gruppenphase verabschieden.

Mit Meik Dankers (VfL Wolfsburg) stand der Favorit der Gruppe 4 schon vor dem Start fest. Auch er wurde seiner Favoritenrolle gerecht, gab in der Gruppenphase kein einziges Leg ab. Das passierte aber auch, weil der ansonsten stark aufspielende Alexander Tschendel im direkten Duell nicht ins Spiel fand und somit keinen wirklichen Druck aufbauen konnte. Am Ende stand dennoch ein unangefochtener zweiter Platz. Den dritten und vierten Platz machten die Gastgeber unter sich aus. Miles Wolf gewann gegen Philipp Habekost (beide 26 Magic Darts) in einem eher schwachen Spiel mit 3:2 und sicherte sich Platz 3. Mit nur einem Sieg landete der kurzfristig eingesprungene Stephan Habekost (DC Brunsviga) auf Platz fünf. Knapp dahinter schied Tanja Staniecki (VfL Wolfsburg) die als einzige Frau ins Rennen ging, aus dem Turnier aus.

Alle Ergebnisse aus der Gruppenphase findet ihr hier:

Ab dem Achtelfinale, welches mitunter spannende Spiele bereit hielt, wurde die Anzahl der zu gewinnenden Legs von “Best-of-Five” auf “Best-of-Seven” erhöht. Überraschend deutlich unterlag Carsten Langheim seinem Kontrahenten Michel Sommer mit 0:4. Michel verabschiedete sich aber nur eine Runde später nach dem er den Decider gegen Marius Fehse verloren hatte.

Da sowohl Gerrit Geffers für Meik Dankers (0:4), als auch Lukas Gunkel für Alexander Tschendel (0:4) keine wirklichen Bedrohungen darstellten, spielten Meik und Alex, nach der Gruppenphase, bereits zum zweiten Mal an diesem Tag gegeneinander. Hierfür war ein Fehler im Turnierbaum verantwortlich, welcher aber nicht weiter schlimm war. In der Gruppe gelang Meik noch ein 3:0, nun aber war Alex da, konnte ein gutes Spiel mit einem 4:1-Erfolg besiegeln und das Halbfinalticket buchen.

In der unteren Turnierhälfte setzte sich Michael Richter gegen Enrico Friedrichs mit 4:1 durch und musste anschließend gegen den starken Bernd Drösen ran. Bernd setzte sich im Achtelfinale mit 4:0 gegen Simon Altendorf durch und ließ sich auf dem Weg ins Halbfinale auch nicht von Michael Richter (4:1) stoppen. Sein Kontrahent hieß Dennis Günther, der sich in den Runden zuvor gegen Philipp Habekost (4:2 im Achtelfinale) und Miles Wolf (4:3 im Viertelfinale), wenn auch knapp, durchsetzen  konnte.

Die Halbfinals wurden parallel gespielt. Alex Tschendel und Marius Fehse spielten beide schöne Darts. Alex konnte sich auf Grund seiner Konstanz aber erst absetzen und am Ende auch verdient durchsetzen, sodass er im Finale stand. Für Marius ging es im Anschluss in das Spiel um Platz 3, wo er auf Dennis Günther traf, weil er gegen Bernd eine 4:1-Führung aus der Hand gab und zu allem Überfluss am Ende noch mit 4:5 verlor. Insgesamt war dieses Spiel, welches von starkem Scoring geprägt war, das wohl beste des Turniers.

Bevor das Finale gespielt wurde, fand das Spiel um Platz 3 statt. Scheinbar fehlte Dennis etwas die Motivation, was Marius’ Leistung allerdings nicht schmälern soll. Am Ende setzte sich Marius verdient mit 5:0 durch und sicherte sich den dritten Platz. Im Finale standen sich Bernd und Alex gegenüber. Beide konnten nur phasenweise an die guten Leistungen der letzten Spiele anknüpfen, dennoch war es eine spannende Partie in der Bernd das Momentum zunächst auf seiner Seite wusste. Nach dem Break zum 4:4 schaffte es Bernd allerdings nicht nachzulegen und kassierte umgehend das Rebreak, wodurch sich Alex zum Sieger kürte.